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Tagebuch der
"Solo Bicycle Expedition" von Tom Couture
6.500 km mit dem Fahrrad auf dem Trans Canada Trail




St. John’s (Neufundland), 6. Mai
noch 4 Tage!!!

Ich erwache in St. John’s, Neufundland. Wie lange habe ich mich auf diesen Tag vorbereitet! Gestern war ich fast überwältigt von St. John’s: das hervorragende Trail-System, die wunderschönen alten Gebäude und natürlich die freundlichen Menschen. Ich bin mit meinem Rad zum Signal Hill hoch gefahren und war von der weiten Aussicht und der Landschaft beeindruckt. Oben auf dem Aussichtspunkt ist das Cabot Building, in dem während des Zweiten Weltkriegs über 20.000 US-Soldaten stationiert waren. Ich hatte einen Blick über den gesamten Hafen und den östlichsten Punkt Kanadas, das Cape Spear. Wie sehr freue ich mich darauf, morgen dort hinauszufahren.

Seit meiner Ankunft in Neufundland habe ich mich intensiv auf meine Reise vorbereitet. Ich brachte mein Fahrrad auf Vordermann. Im Moment habe ich das Gefühl, dass das Rad mit dem gesamten Gepäck viel zu schwer ist. Ich muss wohl auf einige Dinge verzichten und diese zurück nach Hause schicken. Das meiste Gewicht wird von Winterkleidung und einigen Luxusartikeln wie Seife verursacht. Ich werde versuchen, es zu reduzieren.

Heute sind einige meiner Highlights das Amherst Light House, der älteste Leuchtturm in Neufundland und der Bowring Park, ein sehr schöner City Park mit einem guten Wege-System sowie viele Menschen, die diesen wunderschönen Tag in dieser netten Stadt genießen. Außerdem sehe ich den Hafen.



St. John’s (Neufundland), 7. Mai
noch 3 Tage!!!

Die Nacht war extrem kalt, wir hatten wohl minus zehn Grad. Der Morgen ist ruhig und hell. Ich hatte eigentlich vor, heute nach Cape Spear hinauszufahren. Dies geht leider nicht so einfach, da mein Fahrrad sowie mein Computer-System leider etwas Aufmerksamkeit von mir verlangen. Nun werde ich in den nächsten Tagen dorthin fahren, wenn ich St. John’s wie geplant am Samstag verlasse. Ich bin froh, dass ich mir die zusätzlichen Tage genommen habe, um meine Ausrüstung zu checken. Ich muss mich nun von 20 Kilo meines Gepäcks verabschieden und schicke es mit der Post nach Hause.



St. John’s (Neufundland), 8. Mai
noch 2 Tage!!!

Das Wetter überrascht selbst die Einheimischen, einfach traumhaft. Cape Spear, der östlichste Punkt wartet nun auf mich. Nach 15 Kilometern hervorragender Radstrecke, die teilweise auf dem East Coast Trail verläuft, erreiche ich diese wunderschöne Ecke. Nachdem ich den recht strapaziösen Aufstieg zum Cape Spear geschafft habe, fühle ich mich sehr gut. Endlich fahre ich, auch auf einem richtigen Trail. Ich fühle die Anspannung und auch die Vorfreude, die sich vor diesem großen Abenteuer in mir aufbaut.



1 . Tag, 10.Mai
„Auf ins Paradies...“ (40 km)

Heute ist der Tag, an dem alle Planungen und Vorbereitung abgeschlossen sind. Es gibt nichts mehr für mich zu tun, ich muss nur noch mein großes Erlebnis beginnen. Ich habe St. John’s bei wunderschönem Frühlingswetter und warmen Temperaturen kennengelernt. Seit zwei Tagen hat sich das Wetter nun gewendet. Es ist nass und kalt. Ich merke, dass ich aus Alberta komme. Die Neufundländer kennen diese Wetterverhältnisse, sie können sich wohl schneller daran gewöhnen.

Als ich erwache, bin ich mir sicher, dass ich nirgendwo hingehen werde. Der Regen fällt weiter und ich werde immer nasser. Schließlich entscheide ich mich doch, aus dem Zelt zu kriechen und im strömenden Regen die triefend nassen Klamotten des Vortages anzuziehen. Nachdem ich eine Stunde im Regen gestanden habe, hört es endlich auf. Ich breche meine Zelte in St. John’s ab und fahre in westlicher Richtung. Meine erste Station ist der Trans Canada Trail Pavilion, der einige Meter westlich vom Hafen liegt. Von dort aus geht es entlang der alten „Newfie Bullit train line“ weiter.

Mein erster Stopp ist Paradise. Die 40 Kilometer von St. John’s nach Paradise sind hervorragend und sehr gut für Fahrradfahrer geeignet.



2. Tag, 11. Mai
„Nördlich ins Avalon“ (50 km)

Es regnet und regnet. Ich werde nass und fahre langsam die Strecke entlang. Eigentlich tut es gut, das Tempo etwas zu reduzieren. Die letzten Wochen der Vorbereitung waren sehr anstrengend. Bei drei Grad im strömenden Regen wird wirklich alles von mir abverlangt. Gestern konnte mich nichts stoppen, noch nicht einmal der Regen. Ich bin mir sicher, dass es nun nichts mehr geben wird, was meine Reise auf dem Trans Canada Trail verhindern wird.

© 2003 Orginaltext und Fotos: Tom Couture, Kanada. Übersetzung: Trans Canada Touristik, Hamburg, Deutschland



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